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Künstler
Ptiluc
www.ptiluc.fr

Ptiluc (mit bürgerlichem Namen Luc Lefèbvre) wurde 1956 in Mons im wallonischen Teil Belgiens geboren. Gerade so konnte er allein Buchseiten umblättern, als er Comics bereits nicht mehr aus der Hand legte. Mit sieben Jahren begann er eigene Geschichtenzeichnungen zu verfassen und «herauszugeben» – jede in einem einzigen Exemplar. Bis zu der Entscheidung, sein Hobby zum Beruf zu machen, war es aber noch ein weiter Weg. Den Erwartungen der Eltern entsprechend stand am Anfang ein wissenschaftliches Studium. Parallel dazu lief die Herausgabe der Mini-Alben weiter, deren Beliebtheit auf dem Campus dem Künstler Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten einflößte. Kurz nach seinem zwanzigsten Geburtstag verließ Ptiluc die Universität und begab sich mit seiner Bewerbungsmappe in einen großen Brüsseler Verlag. Leider hatte hier aber niemand auf ihn gewartet. Und es sollte für den jungen Künstler noch sieben Jahre dauern, bis er bei den Verlegern auf Verständnis traf. Diese Zeit ließ er nicht ungenutzt verstreichen : Er gestaltete Party-Plakate und Etiketten für verschiedene Käsesorten, zeichnete Karikaturen für die Lokalpresse und illustrierte Informationsbroschüren für Pfadfinder und Biker. In seiner freien Zeit erstellte er weiter unermüdlich Alben, für die sich immer noch niemand begeistern wollte. Brüsseler Verleger rieten ihm nach Paris zu fahren, «wo man Szenarien solcher Art entsprechend zu würdigen wüsste». In Paris wiederum riet man ihm, sein Glück doch in Brüssel zu versuchen. So ging es hin und her – bis der berühmte André Franquin, der Autor des bezaubernden Antihelden Gaston Lagaffe, mit seiner unanfechtbaren Autorität endlich den Verlag Hatier überzeugen konnte, sich seines Schützlings anzunehmen. Bald darauf erschien in der gerade erst gegründeten Unterabteilung Hatier Vents d’Ouest Ptilucs erstes Album aus der Serie Pacush Blues. Und da der Künstler zu diesem Zeitpunkt bereits viele Arbeiten gesammelt hatte, konnten die nächsten drei Alben im Abstand von jeweils einem Monat erscheinen. Ihr Erfolg brachte den Lektor von Vents d’Ouest dazu nach Paris umzuziehen. Hier war es, wo Ptiluc nun weiter seine gezeichneten Fabeln ausdachte und zu Papier brachte, in welchen Ratten (Faces des rats ; Rat’s), Affen (Ni Dieu ni bête), Ferkel (La Foire aux cochons) und andere Personen eines Bestiariums auftreten, deren Züge und Verhaltensweise und allzu sehr an die Humanoiden erinnern.
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